Finanztest-Zahnzusatzversicherung aus 04/2012- Bewertungen von Thorulf Mueller

Das Ergebnis: Finanztest Zahnzusatzversicherung mit seinen Stärken und Schwächen wird im nachfolgendem Artikel von Thorulf Müller, von “ derKVProfi“ ausführlich und umfassend beschrieben.
Die Bewertung von Thorulf Müller sollte sich die Redaktion von Finanztest zu Herzen nehmen und beim nächsten Test genauer und umfassender recherchieren.
Wir müssen nicht immer mit der Darstellungsweise von Thorulf Müller einverstanden sein, wir alle sollten jedoch auf die Aussagen eines KV Spezialisten Thorulf Müller eingehen und somit auch die Ergebnisse von Finanztest hinterfragen.
Der Finanztest spiegelt das wieder, was wir bereits mit der Bewertung von ÖKOTEST zur privaten Rente aufgezeigt hatten.  Ein Test mit 0 bis 5 Jahren Rentengarantiezeiten geht auch diesen Testergebnissen an den Wirklichkeiten vorbei.
Links zu diesen Artikeln: Rentengarantiezeiten.
                                               Wichtige Tipps zur Rentenversicherung
Der Finanztest zur Zahnzusatzversicherung zeigt erneut auf, das nur von Spezialisten ein gutes Ergebnis zu erwarten ist.
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Der Artikel von Thorulf Müller:

derKVProfi informiert: Zahnzusatzversicherung Finanztest 04_2012

Tja, da hat Finanztest doch mal den Gockel abgeschossen und entweder ganz schlecht recherchiert oder sich von Irgendwem aufs Glatteis führen lassen!
Der beste Zahnzusatztarif nach Art der Schadenversicherung ist die DFV, also die Deutsche Familienversicherung AG aus Frankfurt?

Zu dem Versicherer habe ich nun mehrfach veröffentlicht. Meine bisherigen Beiträge zu diesem Versicherer aus Frankfurt (wann kam schon mal irgendetwas brauchbares aus Frankfurt? Äppelwoi, Blauer Bock und Heinz Schenk?) verlinke ich am Ende! Auf die Frage der wirtschaftlichen Substanz, die man in den Bilanzen nachlesen kann, komme ich heute mal nicht zu sprechen! Das sind aber auch spannende Geschichten!

Aber vielleicht sollten wir uns kurz damit beschäftigen, was zeitgleich durch die Presse gegangen ist:

Der Bund der Versicherten e.V. (BdV) hatte kritisiert, dass die DFV Deutsche Familienversicherung AG bis vor Kurzem ihre Zahnzusatzversicherung mit einem täglichen Kündigungsrecht beworben habe. Dieses sei im „Kleingedruckten“ allerdings erheblich eingeschränkt gewesen, sobald der Kunde Leistungen beanspruche.

Nahm ein Kunde seine Zahnzusatzversicherung bei der DFV in Anspruch, war sein tägliches Kündigungsrecht für zwölf Monate ausgeschlossen. Musste er in dieser Zeit einen weiteren Versicherungsfall melden, begann die Frist von Neuem zu laufen. Das konnte sich im ungünstigsten Fall bis zu 36 Monate hinziehen.

Machte die Deutsche Familienversicherung während der Zeit, in der das Kündigungsrecht für den Kunden ausgeschlossen war, selber von ihrem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch, verlangte sie den Beitrag bis zum Ende der jeweiligen Kündigungssperrzeit – also maximal für 36 Monate.

Trotz Abmahnung und weiterer Frist, um die eigene Position zu überdenken, habe sich die Deutsche Familienversicherung zunächst uneinsichtig gezeigt, so der BdV. Schließlich habe die DFV eingelenkt. „Erreicht wurde nun ein für den Verbraucher zufriedenstellender Vergleich“, so Rudnick.
Sperrfrist eingeschränkt, Schadenersatz entfällt

Das tägliche Kündigungsrecht ist nach einem Versicherungsfall zwar weiterhin für zwölf Monate ausgeschlossen. Die Kündigungssperrfrist gilt aber nur noch in den ersten 24 Monaten – und nicht mehr darüber hinaus. Bestand der Vertrag schon 30 Monate, entfällt diese Kündigungssperrzeit gänzlich.

Quelle: Versicherungsjournal 18.04.2012

OK, das wurde also entschärft. Es ist aber immer noch vorhanden, wobei ich das tägliche Kündigungsrecht eher als Werbegimmick beurteile, denn als tatsächlichen Nutzen! Aber nun mal zum Test und zum Ergebnis.

Was zuerst auffällt ist, dass Produkte, die bereits nach Unisex kalkuliert sind mit anderen Tarifen, die noch nicht nach Unisex kalkuliert sind, gemischt werden, ohne das in den Tabellen ein sichtbarer Hinweis angebracht ist! Das halte ich alleine schon aus Gründen der Objektivität nicht für gerechtfertigt, wenn der Preis für verschiedene Eintrittsalter und Geschlechter im Test ausgewiesen wird. Verbraucher neigen dazu ein Preis-/Leistungsverhältnis zu bilden! Das alleine ist aber schon einmal irritierend. Besser wäre es, wenn man die Preise, die ja angepasst werden können und auch angepasst werden, wenn der Schadenbeadrf steigt, weg lässt und nur die Leistungen bespricht und darstellt.

Das wäre für sich genommen aber kein Grund diesen Test zu verurteilen bzw. in den Papierkorb zu werfen, wo der Test nämlich hingehört. Er ist diletantisch gemacht und trifft völlige Falschaussagen! Obwohl der Ansatz gut ist, weil sich der Test an Musterfällen orientiert!

Fangen wir mit dem Inlay an:

Das Inlay ist ein dreiflächiges Keramik-Inlay und kostet 600 Euro, wobei sich 50% (300 Euro) aus den Material- und Laborkosten ergeben! Die restlichen 300 Euro ergeben sich aus der Rechnung des Zahnarztes für persönliche und technische Leistungen. Der Kassenzuschuß wurde mit 45 Euro angesetzt, was einer dreiflächigen Amalganfüllung entspricht!
Was ist der Fehler im Test? Die Preisverzeichnisse für zahntachnische Material- und Laborkosten wurden nicht gegengerechnet!
Die erstattungsfähigen Material- und Laborkosten für ein Keramik-Inlay liegen, je nach Gesellschaft und Ausführung, zwischen ca. 90 und 135 Euro! Nun haben einige Gesellschaften kein Preisverzeichnis für zahntechnische Material- und Laborkosten im Vertrag. Jetzt wird es strittig, weil die Gesellschaften sehr wohl ein internes Verzeichnis nutzen. Das kann BEL II aber auch BEB sein, oder irgendetwas dazwischen. Insoweit ist es also wesentlich fairer für den Kunden, wenn ein Preisverzeichnis hinterlegt ist, weil er nun verhandlungsfähig im Sinne von Preisen sein kann!

Dann schauen wir nach dem Implantat, dass mit sagenhaften 3.000 Euro berechnet wurde! Der Betrag setzt sich zusammen aus 1.000 Euro für Knochenaufbau, 1.000 Euro Material- und Laborkosten (600 Euro Implantat, 260 Euro Suprakonstruktion und 140 Euro Verblendung) und 1.000 Euro zahnärztlichem Honorar.

Nehmen wir unsere Preisverzeichnisse, so stellen wir fest, dass für Implantate zwischen 150 und 540 Euro als erstattungsfähiger Betrag genannt sind. Bei Suprakonstruktionen liegen die erstattungsfähigen Beträge zwischen 50 und 150 Euro und bei Verblendungen zwischen 80 und 140 Euro!

Wie die Continentale mit dem Tarif CEZP ein “sehr gut” erhalten konnte ist mir schleierhaft, wo die Continentale den Knochenaufbau auf die Implantatversorgung einschränkt. Gut bei allen anderen Tarifen, inkl. Vollversicherung ist der Knochenaufbau vom Versicherungsschutz ausgeschlossen und bei CEZP wenigstens für einen Fall eingeschlossen: bei Implantaten. Auch die Zahl der Implantate ist eingeschränkt, auch wenn 6 je Kiefer in der Regel ausreichen!
Aber tödlich wird die Aussage dadurch, dass die Leistung entfällt, wenn die GKV keine Leistung erbringt! Gut, die GKV zahlt den Festzuschuß, aber eben nur einmal je Zahn und bei mehr als drei fehlenden Zähnen pro Quadrant bzw. vier fehlenden Zähnen je Kiefer entfällt die Leistungspflicht: § 56 SGB V!

ERGO-Direkt (inkl. Neckermann) sagt u.a. aus:

Leistungs-Begrenzungen in den Tarifen ZAB, ZAE, ZBB und ZBE
Für die Leistungen aus den Tarifen ZAB, ZAE, ZBB und ZBE bestehen innerhalb der ersten vier Versicherungsjahre jeweils Leistungs-Begrenzungen
• im ersten Versicherungsjahr höchstens 250,00 Euro je Tarif; . So beträgt die Gesamt-leistung je versicherter Person:
• in den ersten beiden Versicherungsjahren zusammen höchstens 500,00 Euro je Tarif;
• in den ersten drei Versicherungsjahren zusammen höchs-tens 750,00 Euro je Tarif;
• in den ersten vier Versicherungsjahren zusammen höchs-tens 1.000,00 Euro je Tarif.

Halte ich insgesamt für heftig und unsauber. meinen die pro Tarif oder für alle vier?

Auch die Frage, ob Augentation,also der Knochenaufbau, versichert ist und wenn ja in welcher Form, halte ich für unklar und gehe daher davon aus, dass die Kosten nicht erstattungsfähig sind bzw. mit Rechtsbeistand eingeklagt werden müssen.

AXA – Zitat aus einem Mailverkehr zum Produkt:

Ich habe nirgends eine Material- und Laborpreisliste entdecken können, die die Axa ja in einigen Vollversicherungstarifen verankert hat. Wird nach BEB oder BEL bezahlt, nach ortsüblichen Preisen, oder nach einer „nichtvorhandenen“ Liste?
Anwort: Es gibt in den GKV-Ergänzungstarifen keine Sachkostenliste

5. Bereich KFO Gibt es eine Begrenzung der Ausführungen auf dem Niveau der GKV? Sie gehen in Ihrem Frage-Antwort Katalog teilweise darauf ein. Was ist jedoch mit z.B. Invisalign. Ist das z.B. versichert?
Anwort: Grundsätzlich orientieren wir uns auch hier nicht am GKV-Niveau. Bei Invisalign handelt es sich nicht um eine medizinisch notwendige Maßnahme sondern um Kosmetik. Bedeutet – keine Erstattung.

HUK-Coburg:

Bei Implantaten ist die Erstattung für eine Versorgung auf bis zu 6 Stück im Ober- und bis zu 4 Stück im Unterkiefer beschränkt. Bereits vorhandene Implantate werden angerechnet.
Für funktionsanalytische Leistungen erfolgt eine Erstattung, wenn sie im Zusammenhang mit einer Zahnersatz-
Maßnahme von mehr als 6 Zähnen pro Kiefer medizinisch notwendig sind.

Inlays werden bei der Erstversorgung eines Zahns und als Ersatz von bestehenden Inlays sowie bei einer zwingenden medizinischen Indikation (insbesondere Amalgam-Allergie) gezahlt. Beim Austausch defekter plastischer Füllungen (z. B. Amalgamfüllung) werden für den/die gleichen betroffenen Zahn/Zähne pro Inlay bis zu 150 € Rechnungsbetrag zum entsprechenden Prozentsatz erstattet.

Das Preisverzeichnis ist zwar in Teilbereichen recht durchschnittlich, sogar überdurchschnittlich – Implantat 576 Euro – aber ich komme beim besten Willen nicht auf die Beträge, die notwendig wären um bei den Beispielen die Ergebenisse zu erzeugen.

DKV:

Zahntechnische Laborarbeiten und Materialien soweit sie im Rahmen der in Deutschland üblichen Preise (auch unter Berücksichtigung des Kreises der gesetzlichen Krankenversicherten) berechnet sind und bei zahnärztlichen Leistungen anfallen, für die Aufwendungen nach Nr. 21 erstattungsfähig sind.

Das ist BEL II??!! Da wünschen wir dann viel Spaß, weil daraus werden die Festzuschüsse berechnet!

HanseMerkur:

Preisverzeichnis ist BEL II ZE – da fehlt dann ein Preisverzeichnis, also die zweite Hälfte BEL II, und dann wird es ganz nett, wenn man schaut, was wirklich erstattungsfähig ist!

Auch die folgende Aussage in den Bedingungen der DFV macht mich, unter Berücksichtigung der Bewertung, sehr nachdenklich:

2.4. Unter den Versicherungsschutz fallen, soweit nichts anderes vereinbart und im Versicherungsschein dokumentiert wurde, die Aufwendungen für ein Implantat je Versicherungsjahr oder für zwei Implantate in einem Zeitraum von jeweils zwei Versicherungsjahren oder generell bis maximal zum fünften Implantat
pro Kiefer.

Wie man hier etwas umfassenderen implantatgetragenen Zahnersatz im Ergebnis erstattet, lässt sich doch wirklich leicht errechnen! Für ein auf vier Implantaten getragenen festen Zahnersatz benötige ich vier Jahre für den vollen Leistungsanspruch! Vier Jahre Flüssignahrung und zahnärztliche Bastelstunde?

Nun, der Test geht von einem einzelnen Implantat aus, dass aber nur in seltenen Fällen medizinisch notwendig und damit erstattungsfähig ist! Zum Beispiel, wenn ein Zahn gar nicht angelegt ist (man achte auf die Ausschlüsse) oder der Zahn vor und hinter dem Implantat unversehrt ist (eher unwahrscheinlich)!

Auch die folgende Aussage

1.2. Bei der Maßnahme für ein Implantat sind die zahnärztlichen Aufwendungen sowie Material- und Laborkosten einschließlich der Aufwendungen für medizinisch notwendige ambulante chirurgische Maßnahmen, die erforderlich sind, um Kieferknochen für die Aufnahme der Implantate aufzubereiten, erstattungsfähig. (Quelle DFV VB AVBK)

halte ich für kritisch und unvollständig. Denn der Knochenaufbau wird hier nicht wirklich genannt. Das ist schwammig und ungenau, führt also unweigerlich zu Prozessen! Versichert ist nämlich nur die chirurgische Maßnahme!

Und wo wir gerade bei den Bedingungen der DFV sind: es finden sich genau zwei Stellen an denen die Funtionsanalyse und die -therapie genannt sind.

beim Tarif ZEV:

4. Ausschluss der Leistungspflicht
Kein Versicherungsschutz besteht für
4.1. bei Vertragsschluss bereits fehlende und noch nicht ersetzte Zähne,
4.2. nicht angelegte Zähne (Zahnnichtanlagen),
4.3. funktionsanalytische und funktionstherapeutische Leistungen.

also ist die Leistung ausgeschlossen!

und beim Tarif ZEH:

2. Umfang der Versicherung
2.1. Wir erstatten Ihnen Aufwendungen für Zahnfüllungen. Wir zahlen Ihnen ganz oder zum Teil die nach der Vorleistung der GKV verbleibenden erstattungsfähigen Aufwendungen für Einlagefüllungen und Kunststofffüllungen sowie die damit verbundenen zahntechnischen Laborarbeiten und Materialien sowie
die damit verbundenen funktionsanalytischen und funktionstherapeutischen Leistungen.

Versichert ist also die Funtionsanalyse und -therapie bei Zahnfüllungen!

Haarsträubend ist auch die Aussage im Tarif ZEH:

4. Ausschluss der Leistungspflicht
Kein Versicherungsschutz besteht für bei Vertragsschluss bereits beschädigte oder erkrankte Zähne.

Also: Gnathologie (Funtionsanalyse und -therapie) sind bei Zahnfüllungen versichert, was sehr sinnvoll ist und wissenschaftlich “Hand und Fuß” haben müsste! Bei umfassenden implantatgetragenen Zahnersatz inkl. Suprakonstruktionen aber nicht, weil da benötigt man so etwas auf gar keinen Fall! Für meinen Ausflug in die Ironie entschuldige ich mich auch jetzt, also sofort! Das ist hanebüchener Unsinn und grenzt für mein Empfinden an Betrug!

Um ganz ehrlich zu sein, halte ich den Test für abenteuerlich und die Ergebnisse für “an den Haaren” herbeigezogen!

Bei der Frage der Erstattung, die Anhand der Musterbeispiele in das Ergebnis eingeflossen sein soll, wurden die erstattungsfähigen Material- und Laborkosten scheinbar nicht berücksichtigt und berechnet! Bedingungen wurden scheinbar nicht oder nicht vollständig gelesen, oder, was fast noch schlimmer ist, trotz Lesens nicht verstanden!

Man kann also den Test nehmen und wegwerfen! Leider lesen Verbraucher so etwas und werden damit auf völlig falsche Fährten gelockt. Wie heißt es doch immer wieder: erst angelockt, dann abgezockt. In diesem Fall durch Finanztest und nicht durch die PKV!

Das es für professionelle Zahnreinigung 50 Euro p.a. und Person gibt, lassen wir dahingestellt! Vor allem lassen wir dahingestellt, dass sogar Finanztest darauf gekommen ist, dass die Kosten dafür, nach neuer GOZ, 115 Euro betragen können! Bei zweimaliger professioneller Zahnreinigung sprechen wir also von ca. 230 Euro Kosten oder etwas über 20% Erstattung bei der DFV! Ach so, das hatte man nicht bedacht oder berücksichtigt? Es wird aber sehr viel über Vorsorgemaßnahmen, Prophylaxe und profesiionelle Zahnreinigung im Test gesprochen! Es werden Produkte gegenübergestellt, die die Prophylaxe ganz oder teilweise abdecken oder auch nicht! Es werden Preise für Tarife genannt, die sich hier extrem unterschiedlich verhalten! Es werden “falsche” Kostenbeispiele berechnet und “falsche” Erstattungshöhen genannt, die unrealistisch sind! Es wird aber nicht auf eine Leistungsart eingegangen, die den Beitrag in seiner Höhe nicht unerheblich beeinflusst? Diese Leistung wird aber auch gar nicht bewertet?

DFV Zusatz

DFV Pflege 1

DFV Pflege 2

Material- und Laborkosten Teil 1

Material- und Laborkosten Teil 2

Zu guter Letzt noch eine Passage aus den AVB der DFV, die so überhaupt nicht mit den MBKK der PKV kompatibel ist:

13. Wartezeit
13.1. Es kann mit Ihnen eine allgemeine Wartezeit (u.a. für Krankheitskostenversicherungen) von bis zu drei Monaten und eine besondere Wartezeit (u.a. für Zahnbehandlungen und Zahnersatz oder bei Schwangerschaften und Entbindungen) von bis zu acht Monaten vereinbart werden. Eine vereinbarte Wartezeit wird im Versicherungsschein dokumentiert.
13.2. Für vor oder während der Wartezeit eingetretene Versicherungsfälle besteht kein Leistungsanspruch.
13.3. Vereinbarte Wartezeiten rechnen vom Beginn des Versicherungsschutzes an. Sie gelten nicht bei Unfällen.

Das ist völlig abweichend zum § 2.1. MBKK:

…. Nach Abschluss des Versicherungsvertrages eingetretene Versicherungsfälle sind nur für den Teil von der Leistungspflicht ausgeschlossen, der in die Zeit vor Versicherungsbeginn oder in Wartezeiten fällt. Bei Vertragsänderungen gelten die Sätze 1 bis 3 für den hinzukommenden Teil des Versicherungsschutzes.

20.04.2012

Thorulf Müller
derKVProfi

2 Antworten auf Finanztest-Zahnzusatzversicherung aus 04/2012- Bewertungen von Thorulf Mueller

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